FAQ häufig gestellte Fragen

WAS IST EIGENTLICH EIN KFZ-SCHADENSGUTACHTEN?

 Ein KFZ-Schadensgutachten oder Unfallgutachten erstellen wir zur Beweissicherung des Fahrzeugschadens für den Anspruchsteller (Geschädigten). Hierzu kalkulieren wir die Kosten für die Instandsetzung des Schadens und stellen den fachgerechten Reparaturweg für die Instandsetzung dar. Weiterhin dokumentieren wir die Fahrzeugdaten und den Fahrzeugzustand zum Zeitpunkt des Schadensereignisses, um den Wert des Fahrzeuges festzulegen. Handelt es sich um einen wirtschaftlichen Totalschaden, ermitteln wir darüber hinaus den Wiederbeschaffungswert (Wert vor dem Unfall) und den Restwert (Wert nach dem Unfall) des Fahrzeuges. Zudem geben wir die Mietwagenkosten sowie die Nutzungsausfallsklasse und den Nutzungsausfallsgeldbetrag für den Zeitraum der Instandsetzung an.

WANN BENÖTIGE ICH EIN GUTACHTEN UND WANN GENÜGT EIN KOSTENVORANSCHLAG?

Ein Gutachten ist immer dann sinnvoll, wenn die Schadenshöhe vermutlich die Bagatellschadensgrenze von 750 € überschreitet. In einem Haftpflichtfall haben Sie dann immer Anspruch auf ein Schadensgutachten durch einen Sachverständigen Ihrer Wahl.
Nur in einem Gutachten werden unabhängig und neutral Beweise gesichert und auch gerichtsverwertbar dokumentiert. Darüber hinaus werden die Schadenshöhe, der Reparaturweg, die Reparaturdauer, der Wiederbeschaffungswert, die Wiederbeschaffungsdauer, der Restwert, der Nutzungsausfall sowie eine etwaige merkantile Wertminderung ermittelt.

WER ÜBERNIMMT DIE KOSTEN FÜR EIN GUTACHTEN?

Bei einem unverschuldeten Unfall (Haftpflichtschaden) an Ihrem Fahrzeug muss die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers die Kosten für das Gutachten übernehmen. Darüber hinaus ist es zumeist  sinnvoll, einen Rechtsanwalt mit der Durchsetzung Ihrer Forderungen zu beauftragen. Diese Kosten für den Rechtsanwalt muss ebenfalls die gegnerische Versicherung übernehmen.

KANN ICH MIR AUCH DAS GELD FÜR DEN SCHADEN AN MEINEM FAHRZEUG AUSZAHLEN LASSEN?

Ja, das können Sie!
Wird das eigene Fahrzeug unverschuldet beschädigt, so hat man Anspruch auf Schadensersatz durch den Verursacher.
Das bedeutet, man kann sein Fahrzeug vom Schädiger entweder kostenfrei instand setzen lassen oder man kann sich die Höhe des Schadens auch finanziell auszahlen lassen.
Grundlage hierfür ist der Paragraph 249 des Bürgerlichen Gesetzbuches, in dem es heißt:

§ 249 Art und Umfang des Schadensersatzes:

(1) Wer zum Schadensersatz verpflichtet ist, hat den Zustand herzustellen, der bestehen würde, wenn der zum Ersatz verpflichtende Umstand nicht eingetreten wäre.
(2) Ist wegen Verletzung einer Person oder wegen Beschädigung einer Sache Schadensersatz zu leisten, so kann der Gläubiger statt der Herstellung den dazu erforderlichen Geldbetrag verlangen. Bei einem unverschuldeten Unfall (Haftpflichtschaden) oder Schaden an Ihrem Fahrzeug muss daher die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers die Kosten für die Erstellung des Gutachtens übernehmen.

WAS BEDEUTET "MERKANTILE WERTMINDERUNG"?

Wurde Ihr Fahrzeug beschädigt, dann mindert das seinen Verkaufswert. Denn auch, wenn Sie nach der fachgerechten Reparatur nichts mehr vom Schaden sehen, gibt es dennoch Veränderungen am Wagen. Meistens müssen hat der Instandsetzingsbtrieb Bauteile instandgesetzt, neu lackiert oder auch ganz ersetzt. Dadurch wird Ihr Kfz von einem unfallfreien zu einem Unfallfahrzeug.

Wenn Sie nun Ihr Kfz verkaufen wollen, müssen Sie den Verkäufer darüber informieren. Sehr wahrscheinlich wird er deshalb weniger für den Wagen zahlen wollen, als wenn er unfallfrei wäre.

Diesen unterschiedlichen Verkaufserlös zu berechnen, ist die Aufgabe des Gutachters.  Unsere Berechnung erfolgt dabei nach verschiedenen Formeln. Kennzahlen dabei sind unter anderem der derzeitige Fahrzeugwert, die Laufleistung, der Zustand und die Kosten des Unfallschadens.

Übrigens: die Wertminderung bekommen Sie als Fahrzeugbesitzer immer ausgezahlt; unabhängig davon, ob Sie den Schaden fiktiv abgerechnen oder instandsetzen lassen.

WAS IST EIN WIRTSCHAFTLICHER TOTALSCHADEN?

Grundsätzlich spricht man dann von einem wirtschaftlichen Totalschaden, wenn die Reparaturkosten des Schadens höher sind als der Wiederbeschaffungswert des Fahrzeuges. In diesem Fall muss die Versicherung des Schädigers nicht die Schadenshöhe, sondern nur den Wiederbeschaffungswert bezahlen.
Dabei gibt es aber zwei Besonderheiten zu beachten: legen Sie Wert darauf, dass Ihr Fahrzeug instandgesetzt wird, darf die Reparatur bis zu 130% des Wiederbeschaffungswertes kosten. Wird dagegen fiktiv abgerechnet, so darf die Versicherung schon ab 70% Schadenshöhe auf Basis des Wiederbeschaffungswertes abrechnen.

Kontakt

Moselweg 2, 46286 Dorsten

02866- 23 29 942

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